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Gesundheitsvorsorge


Spezielle Gesundheitsrisiken

AIDS / HIV
Während sich fast jeder Sri Lanka Reisende Sorgen über eine mögliche Malaria-Infektion macht, denkt kaum jemand über die Möglichkeit einer HIV-Infektion nach. Tatsache ist, daß das Risiko einer HIV-Infektion bei ungeschützten Sexualkontakten mit Einheimischen ungleich höher als das einer Malaria-Infektion ist - und tödlicher.

Die offiziellen Zahlen, die Sri Lanka bekannt gibt, verharmlosen die wahren Dimensionen. Zum einen übermittelt Sri Lanka nur die Anzahl der Infizierten, die bereits Symptome zeigen, an die WHO, nicht wie üblich die Zahl der Virenträger, und hält so die Zahlen niedrig. Zum anderen ist die Dunkelziffer aufgrund der sozialen Gegebenheiten in Sri Lanka extrem hoch. Die WHO schätzt die tatsächliche Zahl der HIV Positiven auf das 20 fache der offiziellen Angaben.

So wie das Thema Sexualität Tabu ist, ist auch AIDS Tabu. Sexuelle Aufklärung findet weder in Schulen noch in der Familie statt. Eine Befragung unter Schülern und Studenten im Jahr 2000 ergab, daß nur etwa 10 % der Befragten über die Infektionswege einigermaßen informiert waren. Der Rest vertrat Meinungen, die von "Übertragung durch Mosquitos", "Trinken aus einem Glases", "Küssen", "Händeschütteln" bis hin zu "Tragen der gleichen Kleidung" reichten. Weiterhin sind auch die Symptome beim Ausbruch der Krankheit weitgehend unbekannt und werden mißinterpretiert. Viele AIDS-Todesfälle werden gar nicht als solche erkannt. Hinzu kommt auch noch, daß Personen, die HIV Positiv sind, von der Gesellschaft ausgegrenzt werden. Selbst Krankenhäuser weigern sich teilweise HIV Infizierte zu behandeln. Es ist also nicht verwunderlich, daß sich niemand freiwillig testen läst, selbst dann nicht, wenn ein begründeter Verdacht besteht.

Nachdem sich herauskristallisiert hatte, daß ein großer Teil der Infizierten Beach Boy waren, die ihren Lebensunterhalt unter anderem durch hetero- und homosexeueller Prostitution verdienten, zog die Regierung 1995 einen Zwangstest dieser Gruppe in Erwägung. Nach heftigen Protesten der Beach Boys und dem Wechsel der Regierung war das dann aber kein Thema mehr.

Während anfangs fast nur Männer infiziert waren hat in den letzten Jahren der Anteil an infizierten Frauen stark zugenommen. Dies ist einerseits darauf zurückzuführen, daß infizierte Männer ihre Frauen infizieren und zum zweiten darauf, daß viele der im Mittleren Osten arbeitenden Frauen mehr oder weniger freiwillig Sexualkontakte zu ihrem Arbeitgeber unterhalten. Von 750 Frauen, die aufgrund sexueller Belästigung durch den Arbeitgeber im Jahr 2001 vorzeitig nach Sri Lanka zurückkehrten und medizinisch untersucht wurden, war ein Drittel mit HIV oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten infiziert.

Das Verhältnis HIV positiver Männer zu Frauen lag im Dezember 2001 bei 1,4 : 1.
40 % der HIV Infizierten sind zwischen 15 und 30 Jahre alt.
70 % der männlichen Infizierten leben im Bereich der Südküste zwischen Negombo und Matara.


  Offizielle Angaben des National AIDS Control Program     geschätzte Dunkelziffer  
(UNAIDS)
Todesopfer Erkrankte mit
Symptomen
HIV Positiv
insgesamt
1987
1 1
1997 60 68 200 4.000 - 5.000
1999 73 286 386 7.000 - 8.000
2000 keine Angabe 358 405 * 8.500
2001

4.800 13.000 - 15.000
2005 **


80.000

* nach Regierungsangaben
** auf Grundlage der bisherigen Entwicklung hochgerechnet


Tollwut
In Deutschland stellt Tollwut praktisch keine Gefahr mehr dar. In Sri Lanka ist es mit eine der häufigsten Todesursachen. Jedes Jahr sterben dort mehr als 1.000 Menschen an Tollwut. Obwohl die Regierung seit einigen Jahen versucht, durch Einfangen und Töten streunender Hunde und Katzen und durch kostenlose Impfung von Haustieren dem entgegen zu wirken, sind die Zahlen kaum rückläufig. Neben den Haustieren gibt es zu viele Wildtiere, die den Erreger ebenfalls übertragen.

Wenn Sie in Sri Lanka von einem Hund gebissen oder verletzt werden und Sie sich nicht absolut sicher sind, daß der Hund nicht mit Tollwut infiziert ist, begeben Sie sich sofort in ärztliche Behandlung.

Langzeitreisenden, die verstärkt mit Tieren in Berührung kommen, wird empfohlen, sich vorbeugend schon in Deutschland gegen Tollwut impfen zu lassen.


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